Sportlergehälter: Sponsorengelder als Zusatzmotivation

2. Juli 2015/ 0

Sportlergehälter | Eversport Blog

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Die Spitzensportler unserer Zeit nagen nicht am Hungertuch. Interessant ist dennoch der Blick darauf, wie groß der Anteil von Sponsorendeals am Gesamteinkommen ist. Beeindruckende Beispiele gibt es sowohl hierzulande als auch international.

Quer durch alle Sportarten: Sponsoren alles andere als geizig

Selbst bei großzügigem Budget achten Unternehmen darauf, dass ihre prominenten Werbeträger zum Markenimage passen. Das derzeit beste Beispiel dafür ist Sebastian Vettel. Der viermalige Formel-1-Weltmeister ist seit einigen Monaten das offizielle Gesicht von Tirendo, einem wachsenden Online Shop für Reifen, Autoteile und Zubehör. Der Zusammenhang ist klar: Formel 1 und die Autoindustrie – das passt wie die Faust aufs Auge. Durch Vettels Wechsel zu Ferrari, der ihm geschätzte 25 Millionen Euro jährlich einbringt, wird sein Markenwert vor allem im Ausland wohl noch erhöht.

Dasselbe gilt für NBA-Star Derrick Rose. Der Point Guard der Chicago Bulls bekommt jährlich beinahe 20 Millionen US-Dollar von seinem Team, doch dazu kommen weitere 185 Millionen Dollar (über 13 Jahre) von Adidas. Pro Jahr also weitere 14 Millionen Dollar, das Gesamtgehalt des Superstars liegt damit bei über 30 Millionen Dollar jährlich. Und das ist noch lange nicht der Gipfel des Eisbergs. Der wirtschaftlich erfolgreichste Fußballer der Welt ist Cristiano Ronaldo, und das vor allem dank seiner Werbeverträge. Nike, Armani, Coca-Cola und Castrol zahlen dem Portugiesen insgesamt rund 25 Millionen Euro pro Jahr und damit mehr als „CR7“ bei Real Madrid verdient.

Am Beispiel Derrick Rose lässt sich zahlenmäßig belegen, dass selbst solche horrenden Summen aus Unternehmenssicht lukrativ sind. So verkaufte Adidas im Jahr 2012 Basketballschuhe der Derrick Rose Modellserie für insgesamt 25 Millionen Dollar. Weitere Umsätze wie Trikotverkäufe nicht eingerechnet. Die Bedeutung von Sport in der Entertainment-Landschaft wird damit einmal mehr deutlich. Es handelt sich um einen Milliardenmarkt mit weltweitem Absatzpotenzial; gerade Top-Sportarten wie Fußball sind für Großunternehmen deswegen ein lohnenswertes Investment.
Passend dazu wurde gerade bekannt, dass der FC Chelsea ab nächster Saison mit Yokohama als Trikotsponsor auflaufen wird. 55 Millionen Euro kassiert der Londoner Verein dafür – deutlich mehr als bislang von Samsung.

Als ewiger Spitzenreiter unter den Sportlern gilt übrigens Tiger Woods in seiner Blütezeit. Bis zu seinem Skandal im Jahr 2009 wurde der Jahresverdienst des Golfers auf weit über 100 Millionen US-Dollar geschätzt. Preisgelder aus Turnieren machten dabei einen eher geringen Teil aus, ein Großteil der Summe kam über Sponsoren wie Nike und Gillette. Seine aktuelle Auszeit wird ihn also nicht in finanzielle Bedrängnis stürzen.

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